2019

Wie immer ist der Grossteil aller im Budget vorgesehenen Aufwendungen im Rahmen der Gesetzeserfüllungen «gesetzt» bzw. kaum beeinflussbar. Dennoch ist es möglich, zusätzlich gemeindespezifische Anliegen anzugehen.

Aufwand: Die laufende und spürbare Entwicklung in der Gemeinde kommt auch im Budget zum Ausdruck: Als attraktive Wohngemeinde hat sich die Schülerzahl in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht, es drängen sich zusätzliche räumliche Bedürfnisse für Schule und Tagesstrukturen auf. Aus demselben Grund nehmen die Schulgelder und die Besoldungsanteile für die Primar- und Oberstufe deutlich zu; für die Oberstufenschüler-/innen zusätzlich die Schulgelder. Für den Betrieb der Tagesstrukturen erhöht sich der Gemeindebeitrag hauptsächlich durch den Wegfall der bisherigen Kantonssubventionen. Im Weitern enthält das Budget auch einige einmalige Ausgaben wie für die 200-Jahr-Festlichkeiten (59 000 Fr.), für die Sanierung des Sportcenters Tägerhard in Wettingen (49'590 Fr.) oder die Stellvertretung für den Mutterschaftsurlaub der Finanzverwalterin (55'000 Fr.). Insgesamt steigt der geldmässige Nettoaufwand um 2,9 Prozent, während bei den Steuern mit einem Mehrertrag von 1,5 Prozent gerechnet wird.

Steuern: Der Anstieg der Steuererträge wird auf total 14'687'000 Fr. (Budget Vorjahr 14'535'500 Fr.) geschätzt. Davon beträgt der Anteil der Einkommens- und Vermögenssteuern 13'768'000 Fr. (Budget Vorjahr 13'564'000 Fr.), was einer generellen Zunahme von 1,5 Prozent entspricht. Der Steuerfuss wird unverändert bei 97 Prozent belassen. Die Erträge bei den Aktien- und Quellensteuern werden leicht tiefer erwartet.

Cashflow: Der geldmässige Nettoaufwand erhöht sich stärker als der zu erwartende Steuerertrag. Dadurch wird sich der Cashflow rückläufig entwickeln und wird noch bei 2'234'000 Fr. (Vorjahr 2 421'000 Fr.) liegen. Der vom Gemeinderat angestrebte Durchschnittswert von 2'500'000 Fr. kann nur Dank der überdurchschnittlichen Rechnungsergebnisse der Jahre 2015–2017 gehalten werden.

Investitionen: Die Investitionen werden voraussichtlich 5'457'000 Fr. allein zulasten der Einwohnergemeinde betragen. Diese Mittel werden sowohl für die Fortführung bereits begonnener Bauvorhaben (u.a. Hertensteinstrasse, Projektierung Schulhaus, Renaturierung Munibach) als auch für geplante Projekte (Sanierung Fluhweg, Renovation Erdgeschoss Gemeindehaus, Umnutzung Liegenschaft Grendelstrasse 11 für die Tagesstrukturen) benötigt.

Eigenwirtschaftsbetriebe: Die Gebühren für Wasser, Abwasser und Kehricht bleiben unverändert. Bei den Investitionen fallen Leitungserneuerungen im Zusammenhang mit Strassensanierungen an. Bei der Abwasserbeseitigung kommt ein Leitungskapazitätsausbau zwischen Höhtalstrasse und Kirche dazu.

Elisabeth Hauller, Gemeinderätin