Aufgrund der Bedeutung der naturnahen Kulturlandschaft und im Sinne einer weiteren Aufwertung des Geissbergs, wurde in den letzten Jahren eine gezielte Pflege angestrebt, welche die Lebensräume der hier vorkommenden wärmeliebenden Tiere und Pflanzen ausweitet und ergänzt. Das Waldreservat Geissberg besteht aus einer forstlich ungenutzten Fläche, der restliche Teil ist ein lichter, mit Geissen beweideter Laubmischwald (Spezialreservat). Diese Waldweide beherbergt geschützte und seltene Tier- und Pflanzenarten. Die offene Fläche am Geissberg besteht aus Magerwiesen, -weiden und alten Obstgärten. Ein Teil der Magerwiesen ist ins Bundesinventar der Trockenwiesen und –weiden von nationaler Bedeutung aufgenommen worden.

Die Bewirtschaftungsmassnahmen haben unter anderem zum Ziel die Lebensräume seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und zu fördern.

Um den Erfolg der Massnahmen zu überprüfen und um weitere zielgerichtete und erfolgsversprechende Massnahmen zur Artenförderung zu entwickeln, führt der Natur- und Vogelschutzverein Baden/Ennetbaden unter der Leitung von Stephan Zimmermann, auch Mitglied der Wald-, Natur- und Landschaftskommission Ennetbaden, aktuell ein von der Gemeinde mitfinanziertes Monitoring am Geissberg durch. Nach den Pfingsten sind noch insgesamt 9 Begehungen entlang des Geissbergs eingeplant, wo im Wald und auf den Wiesen Aufnahmen der Tagfalter und Heuschrecken erfolgen.