einmalige Aufwendungen

Der Gemeinderat hat das Budget 2020 erstellt. Neue und einmalige Aufwendungen führen mitunter zu einem Anstieg von 1 Prozent, während die Steuererträge nahezu unverändert erwartet werden. Dieser unerfreuliche Umstand führt dazu, dass schliesslich ein negatives  Ergebnis von –106 800 Fr. hingenommen werden muss.

Aufwand: Der Grossteil aller Aufwendungen ist im Rahmen der Gesetzeserfüllungen gegeben und wenig beeinflussbar. In diesen Bereichen ergeben sich für das nächste Jahr alles in allem wenige Veränderungen. Daneben beinhaltet das Budget aber zwei nennenswerte gemeindespezifische Anliegen.

  • Ergänzend zum bestehenden Angebot der RVBW-Buslinie 5 soll am Samstag von 9 bis 17 Uhr der Viertelstundentakt eingeführt werden. Während der dreijährigen Versuchsphase, die der Kanton mit einem Beitrag von 25 Prozent unterstützt, hat die Gemeinde die Zusatzkosten von netto 37 800 Fr. zu tragen. Bei genügender Nachfrage wird die Erweiterung nach Ablauf der Versuchsphase ins Fahrplanangebot aufgenommen und vollumfänglich vom Kanton finanziert.

  • Auf Mitte 2020 will der Verein Ennetraum den Wirkungskreis an den Postplatz in die Liegenschaft Badstrasse 8 verlegen (s. Traktandum 3 der Gemeindeversammlung und Seite 8). In den neuen und grosszügigeren Räumlichkeiten soll ein generationenübergreifender Begegnungsort mit einem vielfältigen kulturellen Angebot und sozialem Austausch entstehen. Für die Betriebsaufnahme sind räumliche Anpassungen und  Einrichtungen notwendig, hierfür sind einmalig 300 000 Fr. eingesetzt. Weiter ist vorgesehen, dass die Gemeinde jährlich für die Miet- und Nebenkosten aufkommen wird (42 000 Fr.) und den Verein Ennetraum zudem mit einem Betriebsbeitrag von 30 000 Fr. unterstützt. Im ersten Jahr (2020) fallen die Miete und der Betriebsbeitrag erst zur Hälfte an.

Steuern: Die Steuererträge 2020 werden auf total 14 653 000 Fr. (Budget Vorjahr 14 687 000) geschätzt. Davon beträgt der Anteil der Einkommens- und Vermögenssteuern 13 790 000 Fr. (Budget Vorjahr 13 768 000). Nach heutiger Beurteilung wird dieser Wert im laufenden Jahr nur Dank ausserordentlich hoher Nachträge aus den Vorjahren erreicht werden können. Aufgrund dieser Gegebenheit werden die Ertragserwartungen für 2020 eher zurückhaltend eingeschätzt. Die Erträge der Quellensteuern werden unverändert bei 480 000 Fr. belassen, hingegen werden jene der Aktiensteuern den gegenwärtigen Verhältnissen angepasst und auf 120 000 Fr. (Budget Vorjahr 226 000) reduziert. Der Steuerfuss wird wiederum mit 97 Prozent beantragt.

Cashflow: Der geldmässige Nettoaufwand erhöht sich stärker als der zu erwartende Steuerertrag. Dadurch verhält sich der Cashflow rückläufig und wird bei 2 078 000 Fr. (Vorjahr 2 234 000) liegen. Der vom Gemeinderat langestrebte Durchschnittswert von 2 500 000 Fr. kann dank der guten Rechnungsergebnisse seit 2016 – über einen Zeitraum von 10 Jahren bis Ende Planperiode 2026 gesehen – eingehalten werden.

Investitionen: Die Investitionen werden voraussichtlich 2 330 000 Fr. allein zulasten der Einwohnergemeinde betragen. Diese Mittel werden für die Fortführung bereits begonnener Bauvorhaben (u.a. Hertensteinstrasse, Projektierung Schulhaus) und für neue Projekte (Sanierung Rössligasse, Elektroladestation E-Bus, Heisser Brunnen) benötigt.

Eigenwirtschaftsbetriebe: Die Gebühren für Wasser, Abwasser und Kehricht bleiben unverändert. Bei den Investitionen stehen die Leitungserneuerungen im Zusammenhang mit der Sanierung der Rössligasse an.