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Gemeinde Ennetbaden
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Budget 2018

News

Budget 2018
01.11.2017

Für das Budget 2018 sind erstmals die beiden neuen kantonalen Gesetze (Optimierung der Aufgabenteilung, Neuordnung des Finanzausgleichs) zu berücksichtigen. Während die finanziellen Folgen bei den Aufgabenver-schiebungen nahezu ausgeglichen ausfallen sollten, werden beim Finanzausgleich spürbare Mehrbelastungen in Kauf zu nehmen sein.

 

Unter Berücksichtigung aller Verschiebungspositionen trägt der Kanton eine Mehrbelastung von rund drei Steuerprozenten, welche er mit der Anhebung des Kantonssteuerfusses um drei Prozent ausgleicht. Im Gegenzug haben die Gemeinden für ihre finanziellen Entlastungen eine Reduktion des Gemeindesteuerfusses um drei Prozent zu gewähren. Der Gemeindesteuerfuss wird somit auf 97 Prozent reduziert, während der Kantonssteuerfuss auf 112 Prozent erhöht wird. Für Ennetbaden bedeuten diese Aufgabenverschiebungen eine Entlastung um rund 546 000 Franken, während die Steuerfusssenkung von drei Prozent einen Minderertrag von rund 460 000 Franken nach sich ziehen wird.

 

Mit dem neuen Finanzausgleichsgesetz werden die Ressourcen (Steuern) und Lasten unter den Gemeinden ausgeglichen. Als finanzstarke Gemeinde hat Ennetbaden einen Steuerkraftausgleich von 1 747 000 Franken zu leisten. Zudem sind 117 500 und 287 000 Franken als Bildungs- und Soziallastenausgleich zu erbringen, da die Anzahl Schüler/-innen und Sozialhilfeempfänger/-innen unter den Durchschnittswerten der aargauischen Gemeinden liegt. Die Ausgleichsverpflichtungen haben für die Gemeinde eine Mehrbelastung von 692 000 Franken zur Folge. Diese wird im ersten Jahr durch einen Übergangsbeitrag von zwei Steuerprozenten (276 000 Franken) etwas gemildert. In den drei Folgejahren (2019–2021) werden sich die Übergangsbeiträge  reduzieren.

  

Steuern:

Die budgetierten Gesamtsteuererträge werden auf 14 535 500 Franken (Budget Vorjahr: 14 622 500) geschätzt. Davon beträgt der Anteil der Einkommens- und Vermögenssteuern 13 587 000 Franken (Budget Vorjahr: 13 684 000). Grundsätzlich wird für das kommende Jahr eine generelle Zunahme von 1,5 Prozent erwartet. Dagegen wird der Ertrag im Umfang des Steuerfuss-abtausches von drei Prozent sinken. Die Erträge bei den Aktienund Grundstückgewinnsteuern werden leicht höher budgetiert, hingegen verhalten sich die Quellensteuer-erträge leicht rückläufig.

 

Investitionen:

An Investitionen sind 4 270 000 Franken für die Einwohnergemeinde vorgesehen. Davon fallen

2 142 000 für Sanierungen (Ehrendinger-, mittlere Geissberg- und Hertensteinstrasse) und Optimierungen (Verkehrsmanagement und Lärmschutz) im Strassenbereich an. Für die Weiterführung der Schulraumplanung sind 800 000 Franken eingestellt und für die dringende Erneuerung der Holzschnitzelheizung mit Warmwasseraufbereitung werden 530 000 Franken benötigt. Das Budget erreicht schliesslich eine Selbstfinanzierung von 2 420 700 Franken. Dank der gegenwärtig guten Liquidität dürften auch im nächsten Jahr keine neuen Fremdmittel benötigt werden. 

 

Werke (Eigenwirtschaftsbetriebe):

Bei Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sind Investitionsausgaben für Leitungssanierungen an der mittleren Geissberg- und Hertensteinstrasse vorgesehen. Sämtliche Gebühren für Wasser und Abwasser wie auch die Entsorgungsgebühren für Grau- und Grüngut bleiben für das kommende Jahr unverändert.

 

Elisabeth Hauller, Gemeinderätin